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Publisher-Info: Interview with the author Angelika Pfisterer
(translation of the following text on request)
Was brauchen Frauen, die in die Politik einsteigen wollen? Sie brauchen eine Vision, ein inneres Feuer. Das ist das Wichtigste für den ersten Schritt. Weiter geht es dann wie bei der Planung einer Bergtour. Sie brauchen einen Bergführer, ein gutes Team und die passende Ausrüstung. Und Mut müssen sie haben: Mut für fremde Wege, rauen Wind und Neuanfänge.
Politik - das ist ja ein großes Wort. Was umschreibt der Begriff für Sie? Politik geschieht nicht nur dort, wo Politiker sind. Sie findet überall statt: im öffentlichen und im privaten Bereich; im Job und am Stammtisch. In meinem Buch geht es um die Politik des Gestaltens, des Mitmischens. Es geht darum, wie man Visionen realisiert.
Worüber stolpern Frauen auf ihrem Weg in die Politik? Die Kommunikations- und Verhaltensmuster in der Politik sind männlich geprägt, Da Frauen anders kommunizieren als Männer kann man da als Frau schon mal ins Stolpern geraten. Oft sind weibliche Netzwerke etwas löchrig. Männliche Seilschaften dagegen funktionieren meistens prächtig. Ganz vorzüglich stolpern lässt es sich auch über Konkurrenz in den eigenen Reihen. Stolpersteine gibt es also genügend. Aber man kann Strategien entwickeln, wie man ihnen angstfrei begegnet.
Sie sind Beraterin und Coach im politischen Umfeld. Wie unterstützen Sie Frauen, die in die Politik einsteigen wollen? Zum Beispiel mit dem Seminar„Frauen in die Politik", das ich gemeinsam mit der Zeitschrift „Brigitte“ entwickelt habe. Es versetzt Frauen in die Lage, ihre Ziele und Potenziale klar zu benennen. Jede Frau entwickelt eine persönliche Strategie, baut ihr Netzwerk auf und Schwellenängste ab. Als Expertin war die SPD-Politikerin Ute Vogt mit dabei. Im Buch funktioniert das ähnlich: Da gibt es viele Interviews mit Politikerinnen, und man lernt das Handwerkszeug kennen, das man als Frau in der Politik braucht. |
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