die genesis-methode
30.07.2010 // Die Genesis-Methode - Wie Unternehmen lernen, schnell zu lernen
Genesis steht für „Grundlegende Effektivitätsverbesserung nach einer Schulung in schlanker Produktion, Organisation und Beschaffung“. Horst Wildemann, Professor an der TU München, bezeichnet damit einen Ansatz zur Einführung von Lean-Prinzipien in Produktion, Organisation und Zulieferung für eine nachhaltige Produktivitätssteigerung.
Das Missverhältnis zwischen steigenden Entwicklungszeiten und –aufwand bei gleichzeitiger Verkürzung der Vermarktungszeit fordert von Unternehmen ein schnelles, impulsartiges Lernen. Ein Vorgehen von Strukturänderung über Änderung des Denkens bis hin zur Verhaltensänderung ist daher nicht mehr ausreichend. Genesis steht für ständige Neuerfindung: Wie sind die Produkte und Prozesse aus Sicht des Kunden neu zu gestalten?
In Vier-Tage-Workshops, die nach dem Vorbild griechischer Dramen mit Problemanalyse, Katastrophe und Katharsis strukturiert sind, lernen Mitarbeiter die Lücke zu suchen, ihre Ursache zu analysieren und Ideen für Problemlösungen zu entwickeln. Durch die Erarbeitung kurzfristig realisierbarer Verbesserungsvorschläge stellen sich Erfolge und eine erkennbare Produktivitätssteigerung nicht nur schnell ein, sondern wirken auch hochgradig motivierend für weitere Aktivitäten. Das Ziel: Das gesamte Unternehmen entwickelt sich zu einer schnell und selbstverantwortlich lernenden Organisation weiter.
(Nach einem Artikel aus der F.A.Z. von 12.07.2010, Nr. 158 / S. 12)
